konspiration der dinge
Eröffungsimpressionen 9. März 2011
Barbara und Michael Benninghaus, die Stifter des Kunstpreises
Nida, die Ausgezeichnete und ihr Laudator Marc Wellmann
Fotos von Peter Hilbricht |
Pressenotiz
Berliner Zeitung, 10. März 2011
Rästelhaft sind die Beziehungen und auch der Materialien Gips, Farbe, Textil und Eisen in dieser Installation des VBK-Kunstpreisträgers Bernhard Nürnberger. Hier die Arbeit vom schlafenden Faun und seinen Chimären. Der konspirative Faun Der Bildhauer Bernhard Nürnberger bekam den VBK - Benninghaus - Preis und dazu eine Schau Es geht theatralisch zu in den Installationen des diesjährigen Benninghaus-Kunstpreis-trägers Bernhard Nürnberger. In der Galerie des Vereins Berliner Künstler sind die Dokumentationen von Szenerien zu sehen, die vergangenes Jahr schon in der Abguss-Sammlung antiker Plastik in Charlottenbeurg aufgebaut waren, die "Der Schlaf des Faun gebiert Ungeheuer" oder die Freilichtarbeiten "Leichen im Keller" und "Müllgeburt". Die Titel verraten es schon, Nürnberger vereint absurde Poesie und schwarzhumorige Dramatik mit Politik und mit Geschichte - und er kritisiert auf diese andeutungsvolle Weise, in der er die Dinge rätselhaft, ja konspirativ zueinander in Beziehungs setzt, so geistreich wie bildstark Geschichtsvergessenheit. (ir) (c) Foto Nürnberger ________________________________________________ Tagesspiegel, 1. April 2011 Blähbäuche: Bernhard Nürnberger im Verein Berliner Künstler Verwirrung, Verzweifelung – wo anfangen, ist hier die Frage. Bernhard Nürnbergers Skulpturen starren den Betrachter aus grotesken Gesichtern an. Bunte Bilder mit undefinierten Motiven hängen an der Wand. Im Durchgang steht eine Figur mit türkisem Kopf und aufgeblähtem Körper aus Luftpolsterfolie, die an die böse Königin aus Alice im Wunderland erinnert. Daneben hängt eine Collage aus männlichen Geschlechtsteilen antiker Statuen. Nichts scheint hier zusammenzugehören. Leserbrief an den TS von Malte Wienebüttel Verwirrung und Verzweiflung - wo anfangen? - bekennt die freie Mitarbeiterin freimütig zu Beginn ihres kurzen Artikels. Denn sie betritt offensichtlich eine ihr kaum bekannte Zone. Alice im Layrinth der Galerien .... Die sympathische Schreiberin ist nicht zu schelten. Warum hat niemand in der Kulturredaktion den Artikel gegengelesen? Immerhin heißt die Rubrik, in der er zu lesen ist, nicht nur KURZ, sondern auch & KRITISCH. Ein fachlicher Verriss wäre Nürnberger mit Sicherheit lieber gewesen, oder wenigsten echter Nonsense oder garnichts. Wie geht eigentlich die Geschichte von Alice aus?
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